Jederzeit telefonisch erreichbar – dank Smartphone können uns Freunde, Bekannte und Familienmitglieder sozusagen rund um die Uhr erreichen. Unter den Anrufern gibt es jedoch auch die eine oder andere Rufnummer, die wir nicht zuordnen können. Diese Telefonnummern gehören beispielsweise Callcentern, Personen oder Unternehmen, die uns telefonisch kontaktieren.
Früher war das vollkommen normal, dass auf dem Telefon keine Rufnummer von der anrufenden Person angezeigt wurde. Klingelte das Telefon, wusste man nicht, wer gerade anruft. Heute siehst du auf dem Display des Festnetzgerätes oder auf dem Smartphone, wer anruft – wenn die Nummer als Kontakt gespeichert ist. Voraussetzung dafür ist allerdings ein lesbares Display. Falls dein Bildschirm gesprungen ist und du Nummern kaum noch erkennen kannst, hilft eine professionelle iPhone-Display-Reparatur.
Wie du einen Anrufer eventuell trotzdem identifizieren kannst, auch wenn der Kontakt nicht gespeichert ist, erläutern wir in unserem Beitrag.
Unbekannte Rufnummern herausfinden – so geht es
- Tellows: Spam-Warnung anderer Nutzer
- Rückwärtssuche im Telefonbuch
- Bundesnetzagentur bei unerlaubter Werbung
- Mailbox des Anrufers
- Google-Suche
- Spam-Schutz direkt am Smartphone
Tellows: Spam-Warnung anderer Nutzer
Eine für dich unbekannte Rufnummer kannst du über die Seite Tellows herausfinden. Mit nur wenigen Klicks kannst du prüfen, ob die Rufnummer, die auf deinem Display angezeigt wurde, schon anderen Nutzern aufgefallen ist. Entweder kopierst du die Telefonnummer in die Zwischenablage oder tippst sie in das Eingabefeld ein. Tellows zeigt dir an, ob andere Nutzer bereits Probleme mit der Rufnummer hatten und um was es bei den Anrufen ging – meist findest du dort Erfahrungsberichte und eine Spam-Bewertung. Bei klassischen Werbe- oder Betrugs-Nummern führt dieser Weg fast immer schnell zum Ergebnis.
Die Rückwärtssuche im Telefonbuch
Über eine Rückwärtssuche in Online-Telefonbüchern wie „Das Telefonbuch“ oder „Das Örtliche“ kannst du theoretisch herausfinden, wer sich hinter einer Nummer verbirgt.
So gehst du dabei vor:
- Online-Telefonbuch mit Rückwärtssuche aufrufen (z. B. dastelefonbuch.de oder dasoertliche.de)
- Die unbekannte Rufnummer ins Suchfeld eintragen
- Auf „Suchen“ klicken
Wichtiger Hinweis: Die Rückwärtssuche funktioniert nur, wenn die anrufende Person ihre Nummer aktiv in einem Telefonbuch hat eintragen lassen. Bei Festnetz-Anschlüssen von Unternehmen klappt das oft, bei privaten Mobilfunknummern in den allermeisten Fällen nicht – die wenigsten Privatpersonen tragen ihre Handynummer noch öffentlich ein.
Bundesnetzagentur bei unerlaubter Werbung
Wenn du den Verdacht hast, dass die unbekannte Nummer zu einem unerlaubten Werbeanruf oder Telefonbetrug gehört, ist die Bundesnetzagentur die richtige offizielle Stelle. Dort kannst du Rufnummern melden, gegen die bereits Beschwerden vorliegen. Die Behörde veröffentlicht auch regelmäßig abgeschaltete Rufnummern und Listen mit auffälligen Anrufern. Vor allem bei wiederholten Anrufen lohnt sich ein Blick – und du kannst dort selbst eine Beschwerde einreichen, falls dich jemand unzulässig kontaktiert.
Die Mailbox des Anrufers anrufen
Die Mailbox des Anrufers direkt anzurufen, ist ebenfalls eine Möglichkeit, mehr über die Identität herauszufinden. Hat der Anrufer eine personalisierte Mailboxansage hinterlassen, hörst du beim Anruf seinen Namen.
So funktioniert es: Du wählst die komplette Rufnummer, die auf deinem Display angezeigt wurde, und hängst dahinter einen anbieterspezifischen Code an:
- 13 für Telekom (T-Mobile)
- 55 für Vodafone
- 33 für O2
Wichtige Einschränkung: Anders als früher kannst du den Anbieter nicht mehr zuverlässig an der Vorwahl erkennen. Seit der Rufnummernportabilität nimmt jeder Kunde seine Nummer beim Anbieterwechsel mit – eine 0151-Nummer kann heute genauso gut zur Telekom, Vodafone, O2 oder einem Discount-Anbieter gehören. Du musst also unter Umständen mehrere Codes ausprobieren. Klappt das Wählen gar nicht und dein Smartphone reagiert nicht mehr richtig auf Tastenbefehle? Dann liegt das oft an einem Defekt – Tipps findest du in unserem Ratgeber Smartphone geht nicht mehr an.
Google-Suche
Auch die klassische Suchmaschine Google kann dir bei der Rufnummernsuche helfen. Wichtig ist bei dieser Recherche, dass du die Rufnummer in Anführungszeichen setzt. Dadurch sucht Google nach der gesamten Nummer und nicht nur nach einzelnen Bestandteilen. Gerade bei Unternehmen und Hotlines findest du so oft auf den ersten Seiten den richtigen Treffer – bei Privatnummern ist die Trefferquote deutlich geringer.
Wenn die anderen Methoden nicht weiterhelfen, kann WhatsApp manchmal eine Hilfe sein. Speichere dafür die Anrufernummer als neuen Kontakt auf deinem Smartphone. Anschließend wirfst du einen Blick in deine WhatsApp-Kontaktliste. Falls die Person WhatsApp nutzt und ihr Profilbild öffentlich oder für Kontakte sichtbar gestellt hat, kannst du eventuell erkennen, wer dich angerufen hat.
Aber Achtung: Viele Nutzer haben in den WhatsApp-Privatsphäre-Einstellungen ihr Profilbild auf „Meine Kontakte“ oder „Niemand“ gestellt. In diesem Fall siehst du nichts, selbst wenn die Person bei WhatsApp ist. Ein weiterer Tipp: Wenn dein Smartphone bei Anrufen stumm bleibt, obwohl es nicht auf lautlos steht, kann auch das auf einen Defekt hindeuten.
Spam-Schutz direkt am Smartphone
Moderne Smartphones bieten heute oft schon eingebaute Funktionen gegen unerwünschte Anrufe. Bei iPhones kannst du in den Einstellungen unter „Telefon → Unbekannte Anrufer stummschalten“ alle Anrufe von nicht gespeicherten Nummern direkt zur Mailbox umleiten – sie tauchen dann zwar im Anrufprotokoll auf, klingeln dich aber nicht. Bei Android bietet die Google-Telefon-App eine ähnliche Spam-Filter-Funktion an, die verdächtige Anrufer automatisch blockiert. Beide Optionen sind besonders praktisch, wenn dich häufig unbekannte Werbenummern stören.
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